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"Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden."

Psalm 90,12
RSSPrint

Friedhof Lindow Klosterstift

16835 Lindow

Klosterstift Lindow

Kloster 3-7

16835 Lindow

www.kloster-lindow.de

 

 

Der Friedhof ist ein evangelischer, historischer Friedhof, der interessante Grabstellen der hochadligen Stiftsdamen, die nach der Reformation im Klostergelände gelebt haben, beherbergt.  Verschiedene Grabstellen sind von Privatpersonen oder der Stiftung Denkmalschutz restauriert worden. Da gibt es zum Beispiel die Grabstellen derer v. Bredows, die mit Zeichen der Vergänglichkeit versehen sind. Das sind eine Sanduhr und ein Schädelknochen. Der Grabstein von Luise v. Zenge, der Schwester der Braut von Heinrich v. Kleist, ist in unmittelbarer Nähe. Man liest die Namen v. Schierstädt, v. Alten Borkum v. Lietzen, Lindenau und viele weitere. Die letzte Bestattung war 1981 von Erna v. Rohr in der ehemaligen Klosterkirche. Sie starb im hohen Alter von 91 Jahren und hatte sich mit den Lebensdaten von Fontane überschnitten, von einer Begegnung wird berichtet. Im Volksmund hieß sie der "Rohrspatz" von  Lindow, denn mit wachem Blick ermahnte sie Kinder und Jugendliche, die sich auf dem Friedhof nicht angepasst benahmen. In der im Grundriss 1935 wieder dargestellten Klosterkirche befinden sich 17 weitere Grabstellen, die nach 1945 angelegt wurden. Auf dem Friedhof sind ca. 35 historische Grabstellen, die letzten Grabdenkmäler aus der königlichen Eisengießerei  Berlin. Hinzu kommen die schlichten, quadratischen, einheitlichen Grabplatten der Diakonissinnen, die nach 1945 als Alten- und Krankenpflegerinnen in den Gebäuden des Klostergeländes lebten. Danach lebten und auch jetzt zum Teil noch leben in den Gebäuden pensionierte Pastoren, die nach ihrer Dienstzeit die Pfarrhäuser verlassen mussten, da der neue Pfarrer kam. Diese dürfen sich auf einem neueren Teil des Klosterfriedhofs bestatten lassen. Die ehemalige Klosterkirche ist nicht entwidmet. Es finden darin Veranstaltungen statt z. B. im Sommer die Wochenendandachten am Freitag um 18 Uhr, die von den pensionierten Pastoren organisiert und gehalten werden. Eine Osterandacht gibt es seit 40 Jahren um 7 Uhr am Ostersonntag, die immer gut besucht ist. Musikalisch/literarische und andere Veranstaltungen finden in dieser Kirche statt. Aus gefällten und gefallenen alten Bäumen wurden ganz geschickt wetterfeste Bänke gezimmert. Viele Touristen und  Gäste besuchen diesen interessanten Friedhof, über den es noch viel mehr zu sagen gäbe.

                                Ingrid Röseler

Letzte Änderung am: 04.09.2018